Longkamp Tagebuch
HARALD BERGMANN LONGKAMP TAGEBUCH LONGKAMP TAGEBUCH widmet sich dem Pop-Poeten Rolf Dieter Brinkmann, der die Sprache zertrümmerte und neu zusammensetzte. Brinkmann entwickelte eine fragmentarisch-flexible Art zu sprechen und zu schreiben, eine filmische und auditive Schreibweise, ein möglichst umittelbares Aufzeichungssystem, dass dem chaotischen Gedränge und der Widersprüchlichkeit der Eindrücke in der Gegenwart gerecht wird, statt episch zu filtern, zu verschönen und zurecht zu fälschen.Der Film bezieht sich auf den Zeitraum 1971-73. Das „Longkamp-Tagebuch 1971" (69 Min) bringt Brinkmanns Eintragungen als fortlaufenden Schreibmaschinen-Text auf den frostigen blauen Untergrund der Kinobilder, die die verschneite Gegend um Longkamp, einem Dorf mit einer verlassenen Mühle im Hunsrück einkreisen. Dort hatte sich Brinkmann eingenistet, um neue Wege jenseits vom Kölner Alltagstrott einzuschlagen. Bergmanns Film fängt den fast zeitlosen Naturort in sensiblen Nachinszenierungen ein und gibt dem geschriebenen Text einen weiten Raum zum Atmen. Eingeschnitten werden zeitgenössische Interviews (mit Maleen Brinkmann und dem befreundeten Maler Henning John von Freyend).
- Abfallprodukte der Liebe
- Ein Gespräch mit Werner Schroeter
- Harald Bergmann Schnitte und Collagen
- Harald Bergmann Longkamp Tagebuch
- nootheater - Utopie-Projekt
- Akira Kurosava - Träume
- Harald Bergmann - Scardanelli
- Andrej Tarkowskij - Andrej Rubeljow
- Andrej Tarkowskij - Ivans Kindheit
- Yong-kyun Bae -Warum Bodhi-Dharma in den Orient aufbrach
- Luis Buñuel - Die Milchstrasse
- Werner Herzog - Fata Morgana
- Kurzfilmprogramm Kinetica 4 (u.a. Lapis von James Whitney)
- Luis Buñuel und Salvador Dali - Ein andalusischer Hund
- Frank Capra - Auf der Suche nach Shangri-La
- Jean Cocteau Le Sang d'un poète
- Andrej Tarkowskij - Stalker
Organisation zur Umformung des Kinos